Großformatige Glaselemente prägen die moderne Architektur – und machen leistungsfähigen Sonnenschutz unverzichtbar. Beispiel Hochhausprojekt Schneewittchen Nordbahnhofviertel in Wien: Die mehrseitige Ausrichtung der Gebäude sorgt dafür, dass das Sonnenlicht eingefangen wird, stellt aber zugleich hohe Anforderungen an die Beschattung. Dieser begegnet Hella mit über 1.200 installierten Senkrecht-Markisen mit Seitensaumführung, die sich besonders für die windexponierte Lage und die großflächigen Verglasungen eignen, und sorgt so in 300 Wohnungen auf 29 Etagen für Komfort, Energieeffizienz sowie Fassadenästhetik.

Energieeinsparung wurde jedenfalls längst sowohl bei privaten als auch bei öffentlichen Bauherren zu einem der wichtigsten Kernthemen. Dennoch werden nach wie vor nicht alle zur Verfügung stehenden Potenziale genutzt. „Offenbar ist vielen noch zu wenig bewusst, welchen Beitrag intelligente, dynamische Sonnenschutzsysteme hier leisten können“, sagt Peter Gubisch, Geschäftsführer der Schlotterer Sonnenschutz Systeme GmbH. Fakt sei: Intelligenter Sonnenschutz senke den Energieverbrauch fürs Heizen, Kühlen sowie Beleuchten und verbessere damit zu jeder Jahreszeit die Gesamtenergiebilanz eines Gebäudes. Verglasungen würden heute ausgezeichnete U-Werte erreichen, dementsprechend großzügig ließen sie sich auch einsetzen. Gubisch: „Ihre Stärken können sie allerdings nur in Kombination mit einem modernen Sonnenschutzsystem ausspielen.“

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Textile Screens, Raffstore, Rollläden etc.

Die effektivste und energiesparendste Methode, sommerliche Überwärmung zu vermeiden, ist der außenliegende Sonnenschutz. Das Prinzip ist einfach: Textile Screens, Raffstoren und Rollläden lassen die direkten Sonnenstrahlen in der heißen Jahreszeit erst gar nicht bis an die Fensterscheiben heran. „Das reduziert die Raumtemperatur um bis zu zehn Grad Celsius gegenüber unbeschatteten Räumen. Der Energieeinsparungseffekt ist enorm, wenn man bedenkt, dass zur mechanischen Kühlung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius dreimal so viel Energie benötigt wird wie zur Erwärmung derselben um ein Grad Celsius“, erklärt Gubisch. Ganzjährig senke dynamischer Sonnenschutz die Stromkosten für künstliche Beleuchtung – und das um bis zu achtzig Prozent. „Denn beweglicher Sonnenschutz ist in der Lage, natürliches Tageslicht dosiert und blendfrei in den Innenraum zu lenken.“

Rollläden gewinnen auch als Ganzjahresschutz für Dachfenster zunehmend an Bedeutung. Im Winter verbessern sie die Wärmedämmung, im Sommer verhindern sie ein Aufheizen der Wohnung. So ermögliche der neue Rollladen von Velux laut seinem Hersteller eine bis zu 7,5 Grad Celsius reduzierte Raumtemperatur im Sommer. Das neue Design der Rollladenkonstruktion mit einer Vielzahl an Montageverbesserungen bietet Vorteile sowohl für Handwerksbetriebe beim Einbau als auch für Nutzer bei der Bedienung. Die wesentliche Änderung ist, dass der Rollladen nun direkt auf den Flügel des Dachfensters montiert wird. Dadurch lassen sich die Fenster unabhängig von der Ausfahrposition des Rollladens ohne Einschränkung bedienen – etwa, um sie für effektives Lüften bei ausgefahrenem Rollladen schnell weit zu öffnen. Zudem können sie auf mehr Lichtlösungen als bisher angebaut werden. ■