Starkregen, Hagel und Überflutungen treten in Österreich zunehmend häufiger auf und stellen die Immobilienbranche vor neue Herausforderungen. Damit rücken Naturgefahren bei der Standortwahl stärker in den Fokus. Neben Faktoren wie Lage, Infrastruktur und Marktentwicklung werden auch klimabedingte Risiken bei Investitions- und Entwicklungsentscheidungen berücksichtigt.
Vor diesem Hintergrund hat das Grazer Unternehmen ZT Datenforum den „Standortbefund und Marktanalyse“ entwickelt. Das System erstellt nach Eingabe einer Adresse automatisiert einen rund 30 Seiten umfassenden Bericht. Dafür werden Daten aus 28 unterschiedlichen Quellen ausgewertet und mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) strukturiert aufbereitet.
Klimarisiken als Standortfaktor
Der Bericht enthält neben regionalen Wirtschafts- und Bevölkerungsdaten auch Informationen zur aktuellen Marktsituation. Darüber hinaus werden objektspezifische Merkmale wie Lärmbelastung, Altlasten, Hochwasserrisiken und weitere Naturgefahren berücksichtigt.
„Durch den Einsatz von KI können wir große Datenmengen aus unterschiedlichsten Quellen erstmals automatisiert zusammenführen und in ca. zwei Minuten zu einem fundierten Standortbefund verarbeiten – ein Prozess, der händisch Tage dauern würde“, sagt Dieter Leitner, Geschäftsführer bei ZT Datenforum in Graz.
Datenbasierte Entscheidungsgrundlage
Nach Angaben des Unternehmens richtet sich das Angebot an Investor*innen, Projektentwickelnde sowie Gutachter*innen. Die automatisierte Auswertung soll eine fundierte Grundlage für Standortentscheidungen schaffen und dabei auch die wachsende Bedeutung klimabedingter Risiken für Immobilienwerte und Objektsicherheit berücksichtigen.