Das Seeviertel Gmunden kann in die nächste Projektphase gehen. Wie Soravia mitteilt, liegen die erforderlichen Genehmigungen für das Quartier am Traunsee vor. Mit dem am 6. Juli mehrheitlich gefassten Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zur Anpassung der Verträge mit der Gemeinde sei zudem der letzte Schritt für die weitere Umsetzung erfolgt.
Auf dem ehemaligen Gelände des Gmundner Seebahnhofs entsteht ein gemischt genutztes Quartier. Vorgesehen sind ein Vier-Sterne-Plus-Hotel mit 110 Zimmern, Gastronomie, Seminarflächen und Spa-Bereich sowie 90 Wohnungen. Darüber hinaus sind Flächen für Nahversorgung, Büros sowie Gesundheits- und Freizeitangebote geplant. Als Hotelmarke ist Marriott vorgesehen. Das Investitionsvolumen beträgt laut Unternehmen rund 170 Millionen Euro. Die Finanzierung des Hochbaus erfolge gemeinsam mit der Oberbank.
Nachhaltigkeit und öffentliche Freiräume
Nach Angaben des Unternehmens wurde die Planung in den vergangenen Monaten überarbeitet. Ziel der Anpassungen sei unter anderem eine bessere Einbindung des Quartiers in das Orts- und Landschaftsbild sowie eine höhere Qualität der öffentlichen Freiräume. Zudem soll die Nachhaltigkeit des Gesamtprojekts verbessert werden.
Herzstück des Quartiers ist die sogenannte Magistrale. Die öffentliche Achse soll künftig die Schiffslände mit dem Park am Seebahnhof verbinden. Entlang der Promenade sind Gastronomie, Geschäftsflächen und öffentlich zugängliche Aufenthaltsbereiche am Wasser vorgesehen. Auch Gastronomie, Seminarbereiche und Spa des Hotels sollen der Öffentlichkeit offenstehen. Die Seepromenade bleibt laut Soravia dauerhaft öffentlich zugänglich und soll im Zuge der Bauarbeiten aufgewertet werden.
Tourismus und Wirtschaft im Fokus
„Die Entwicklung von Hotelprojekten ist unser Kerngeschäft. Wir sind überzeugt, dass das Seeviertel ein außergewöhnlicher Standort mit großem Potenzial für Gmunden ist. Das Nutzungskonzept mit Hotel, Gastronomie, Gewerbe und Wohnen wird einen wichtigen Impuls für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt leisten. In den vergangenen Monaten wurde das Projekt umfassend überarbeitet und sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch optimiert. Die positive Entwicklung der vergangenen Monate ist auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Gmunden sowie der finanzierenden Bank zurückzuführen. Mit den geplanten Investitionen werden rund 1.700 Jahresarbeitsplätze, viele davon in der Region, gesichert und 50 Millionen Euro an Steuern und Abgaben geleistet“, sagt Hans-Peter Weiss, COO bei Soravia Real Estate in Wien.
Die Bauvorbereitungen laufen bereits. Der Baustart ist laut Unternehmen für den Frühsommer 2027 vorgesehen. Der Vertrieb der Wohnungen soll im Sommer 2026 beginnen.