Die Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft (BWSG) plant die Umsetzung des Quartiers in mehreren Etappen. Laut ihrer Aussendung rechnet sie mit einer Bauverhandlung noch im Oktober und einer Genehmigung bis Anfang 2027. Der geplante Baustart im kommenden Jahr setzt die erforderlichen Bewilligungen voraus. Ob die zunächst als Mietwohnungen vorgesehenen Einheiten später auch erworben werden können, ist noch offen.

Voraussichtlich beginnt die Umsetzung mit Baukörper eins an der Michael Koch-Straße. Hier sind fünf Geschosse und ein zurückversetztes Staffelgeschoss vorgesehen. Neben Wohnungen soll das Gebäude eine Polizeistation aufnehmen. Entlang der Hirtengasse sind dreigeschossige Wohngebäude mit jeweils einem Staffelgeschoss geplant.

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Öffentliche Wege durch das Quartier

Drei öffentliche Durchwegungen sollen die Hirtengasse mit der Michael Koch-Straße verbinden. Zwei davon sind für den Radverkehr vorgesehen, eine Verbindung soll vollständig barrierefrei ausgeführt werden. Dabei muss ein Höhenunterschied von vier bis sechs Metern zwischen den beiden Straßen überwunden werden.

Der Teilbebauungsplan „Michael Koch-Straße“ begrenzt die bebaute Grundfläche auf höchstens 50 Prozent. Die verbleibenden Flächen sollen als Freiräume gestaltet werden und auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Wie hoch der Anteil tatsächlich unversiegelter Flächen ausfallen wird, geht aus der Aussendung nicht hervor.

Gemeinsam mit dem ersten Gebäude ist eine zweigeschossige Tiefgarage geplant, deren Zufahrt über die Hirtengasse erfolgt. Sie soll den Bewohnenden des Quartiers dienen. Die Freiräume zwischen den Gebäuden sind autofrei vorgesehen. Balkone und Loggien ergänzen die Wohnungen; ein Großteil der Erdgeschosswohnungen soll eigene Gärten erhalten. Sämtliche Wohnhausanlagen werden laut Planung barrierefrei erschlossen.

Geothermie für Wärme und Kühlung

Für die Wärmeversorgung und Kühlung ist eine Geothermielösung projektiert. Als Alternative nennt die BWSG einen Anschluss an die in Mattersburg geplante Fernwärmeversorgung. Photovoltaikanlagen auf den Dächern sollen Strom erzeugen. Zusätzlich sind Dachbegrünungen vorgesehen, die Regenwasser zurückhalten und zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen sollen.

Die Baukörper fünf und sechs sind noch nicht Bestandteil der aktuellen Einreichung. Zur Entwicklung dieses Grundstücksteils kündigt die BWSG weitere Gespräche mit der Gemeinde im Herbst an. Die Namen des Quartiers und der einzelnen Gebäude sollen im Rahmen eines Wettbewerbs unter Beteiligung der Volksschule Mattersburg festgelegt werden.