Hochgeschwindigkeits-Makeln

Software
09.02.2022

 
Die Pandemie hat weniger der Entwicklung von digitalen Makler-Lösungen einen zusätzlichen Schub verliehen, sondern vielmehr der Nutzung von bereits vorher schon ausgereiften Lösungen.
Ausschnitt aus dem System EDI-Real, an welchem wegen Corona nicht viel umgestellt werden musste, weil man schon von Anfang so ausgerichtet war.

Immobilienmakler brauchen eine Online-Software, die einfach funktioniert und ihnen alle Funktionen für ihre tägliche Arbeit bietet. Und – wichtig – die ihnen hilft, Kunden und Interessenten schnell zu erreichen und sich mit anderen zu verbinden.

„Wir haben deshalb unsere Software nach genau diesen Kriterien entwickelt, damit Immobilienmakler alle ihre Objekte, Anfragen, Angebote, Termine, E-Mails und andere Daten einfacher und von überall verwalten, ihre Kunden leichter erreichen und auf allen Immobilien- Plattformen präsent sind“, fasst Daniela Übellacker, Chief Operating Officer der EDI-Real GmbH, vorweg schon zusammen. Zusätzlich biete EDI-Real mit dem Multiple-Listing-System die Möglichkeit, sich mit anderen Immobilienmaklern zu verbinden und Gemeinschaftsgeschäfte abzuwickeln. Das erhöhe ihre Erfolgschancen.

„Für uns sind das allerdings die Voraussetzungen, die eine Online-Software erfüllen sollte und auf denen wir aufbauen, um die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser zu erfüllen“, so Übellacker. „Deshalb haben wir auch ein Usability-Design, das übersichtlich aufgebaut ist, einfach funktioniert und gut aussieht.“

Wie hat sich nun die Nachfrage nach digitalen Makler-Lösungen im Allgemeinen und im Speziellen bei EDI-Real entwickelt, zumal auch seit der Corona-Krise? Übellacker: „Unsere Software wurde bereits 1998 als erste österreichische Online-Software für Immobilienmakler entwickelt, also für den Online-Bereich und zur Kooperation. Wir sind deshalb dem Markt voraus und mussten wegen Corona nicht viel umstellen, weil wir schon von Anfang so ausgerichtet waren.“ Ihre Kunden wüssten das, spürten das und profitierten von dem Vorsprung, den ihnen EDI-Real biete.

„Das Gleiche gilt für Heimarbeit, die bei uns immer ein Vorteil war, genauso wie unsere mobile App. Wir hatten eine Cloud-Lösung, noch bevor das Wort Cloud bei uns in Mode kam“, so Übellacker, die generell in Österreich die Digitalisierung „relativ weit fortgeschritten“ sieht, auch wenn man immer besser werden könne und sollte: „Schon in den 10er Jahren haben sich österreichische Produkte vom restlichen Markt in Europa abgehoben. Wir haben beispielsweise 2002 mit O2 eine Lösung für Mobiltelefone entwickelt, da gab es noch keine iPhones.“ 2020 habe man sich in diesem Bereich also bereits auf einem recht hohen Niveau bewegt. Die Pandemie habe aber das Bewusstsein auch beim Rest der Branche geweckt und mit zusätzlichem Nachdruck gezeigt, dass Digitalisierung der einzige Weg in die Zukunft sei.

Von den Erfahrungen mit führenden österreichischen Immobilienmaklern ausgehend, könne sie, Daniela Übellacker, jedenfalls sagen, „dass diese natürlich auf Digitalisierung setzen und die Möglichkeiten, die wir ihnen bieten, schon seit Jahren höchst erfolgreich nutzen. Wir sind ihnen dafür auch sehr dankbar.“

Gemeinschaftsgeschäft wieder stärker im Kommen

Werner Luttenberger, Kundenbetreuer bei ImmoZ, bestätigt, dass die Pandemie weniger der Entwicklung von digitalen Makler-Lösungen einen zusätzlichen Schub verliehen hat, sondern vielmehr der Nutzung von bereits vorher schon ausgereiften Entwicklungen: „Digitale Lösungen wie etwa die Möglichkeit des virtuellen Rundgangs hat es schon vor Corona gegeben, nur sind sie weder von den Maklern noch von deren Kunden so intensiv genutzt worden wir jetzt. Diese Leistungen hat die Software wie auch unsere schon vorher erbracht“, so Luttenberger. Ein relevantes Thema in dem Zusammenhang sei das Homeoffice, das sich jetzt zwangsläufig auch in der Maklerbranche durchgesetzt habe, sprich: „Die Software muss geräte- und ortsunabhängiges Arbeiten ermöglichen, so als ob man im Büro sitzen würde.“ Aber auch das sei von der Software her schon vor Corona möglich gewesen bzw. werde jetzt nur viel intensiver genutzt als früher. Der klassische Stand-PC im Büro scheine fast ein Auslaufmodell zu sein. Auch Mitarbeiter von Maklerbüros würden zunehmend nicht mehr nur im Büro arbeiten, sondern am Smartphone, am Tablet oder am Laptop von unterwegs oder zu Hause.

Die Software an sich muss in jeder Hinsicht schnell sein, zumal die Kunden sich vom Makler schnelle Reaktionszeiten bzw. sekundenschnelle digitale Exposès erwarten. „Was die Suchkunden nervt, ist, wenn die Suchagenten der Angebots-Plattformen ständig die gleichen Objekte im Angebot pushen. Da wird diese Suchmöglichkeit dann einfach wieder abgedreht.“ Das, sagt Luttenberger, gelte es so zu optimieren, „dass wirklich nur neue Objekte im Angebot gepusht werden.“ Die ImmoZ Software schicke natürlich an alle relevanten Plattformen die Objektdaten und aktualisiere sie auch ständig, teilweise im 30-Minuten-Rhythmus. „Die Informationen sind immer topaktuell, in Minutenschnelle auf den gängigsten Plattformen und werden von denen dann an den Endverbraucher gepusht.“ Teilweise, so Luttenberger, könne man schon von Hochgeschwindigkeits-Makeln sprechen.

Im Hintergrund arbeiten Immobilienmakler auch zusammen, sprich: sie tauschen Objekte untereinander aus und decken Lücken in ihrem jeweiligen Portfolio dadurch ab, dass sie diese mit Objekten von Kollegen füllen bzw. Objekte anbieten, die gar nicht in ihrem eigenen Auftrag sind. „Dieses Gemeinschaftsgeschäft der Makler ist wieder stärker im Kommen“, sagt Luttenberger.