Exklusives Wohngemeinschaftsprojekt gestartet

21.06.2016

 
Mit der An- und Vermietung einer stilvollen Altbauwohnung in Wien-Josefstadt legte „UP! Uniting People" den Grundstein für gemeinschaftliches Wohnen der neuen Art.
Das Team von UP! Uniting People: Impulsgeberin Charlotte Kirchgaesser (rechts) und Renate Ruhaltinger-Mader, zuständig für das Marketing.
Das Team von UP! Uniting People: Impulsgeberin Charlotte Kirchgaesser (rechts) und Renate Ruhaltinger-Mader, zuständig für das Marketing.

Hinter dem Start-up mit dem Namen „UP! Uniting People" verbergen sich ­Renate ­Ruhaltigner-Mader, zuständig für das Marketing, sowie Impulsgeberin ­Charlotte Kirchgaesser. Zweitere wohnt seit Kurzem selbst gemeinsam mit zwei weiteren Personen in einer 190 Quadratmeter großen, komplett sanierten Bleibe in der ­Kochgasse im 8. Wiener Gemeindebezirk. „Wenn man etwas startet, muss man kapieren, wie es funktioniert", so Kirchgaesser dazu.

Gemeinschaftliches Wohnen ist an sich kein Novum. Neu ist jedoch die Zielgruppe von UP! Uniting People, nämlich mitten im Leben stehende „working ­people", etwa zwischen 30 und 65 Jahre alt. Ruhaltinger-Mader erklärt: „Wir wenden uns an Menschen, die Respekt, Toleranz, Wertschätzung und Liebe zur Gemeinschaft als Grundhaltung mitbringen. Zusammen zu leben, wird in vielen Ländern Europas immer mehr zum Thema. Auch in den USA, Japan und Korea gibt es bereits viele Beispiele und Formen gemeinschaftlichen Wohnens."

Kein Randthema mehr

Laut einer Umfrage des Gallup-Instituts handelt es sich bei gemeinschaftlichem Wohnen auch in Österreich um kein Randthema mehr. Vor allem Frauen, Ältere, Personen mit höherem Bildungsniveau und Auslandserfahrung können sich grundsätzlich vorstellen, eine solche Wohnform in Anspruch zu nehmen. Dieser Trend entsteht einerseits dadurch, dass der Immobilienmarkt immer teurer wird. Ein Problem vor allem für die gehobene Mittelschicht, für die es normal war, stets gut zu wohnen. Andererseits lösen sich traditionelle Familienstrukturen immer mehr auf.

UP! Uniting People nahm sich des Themas an, wobei es auf vorhandene Ressourcen – große, schöne Altbauwohnungen in guten Wiener Lagen – setzt. Neubauten kommen wegen der zu kleinen Schlafzimmer und des meist mangelnden Flairs nicht in Frage. Das Unternehmen fungiert bei diesen Wohnungen als Hauptmieter mit Untervermietungsrecht, sorgt für eine WG-gerechte Ausstattung, betreut den laufenden Betrieb und bringt die „richtigen" Menschen zusammen.

All-inclusive-Mietzahlungen

Für diese Services verlangt UP! Uniting People von den Untermietern eine einmalige Einschreibgebühr und schneidet bei den monatlichen All-inclusive-Mietzahlungen mit. Diese beinhalten Strom, Gas, Wi-Fi, Versicherungen, wöchentliche Reinigung und die allgemeine Wohnungsausstattung. Die Untermieter haben darüber hinaus drei Monatsmieten Kaution sowie die Vertragsvergebührung zu schultern. Sie verpflichten sich im Übrigen, zumindest für ein halbes Jahr in der Wohngemeinschaft zu bleiben. Im Anschluss gilt für sie die gesetzliche zweimonatige Kündigungsfrist.

Nach dem Start des Pilotprojekts in der Kochgasse wollen Kirchgaesser und Ruhaltinger-Mader kommendes Jahr sechs bis acht Wohngemeinschaften „eröffnen", danach jährlich weitere acht. Mittel- bis langfristiges Ziel ist es, die Idee auch in anderen Städten umzusetzen. Nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa und in Folge weltweit.