Auf die Zukunft bauen

21.06.2016

 
Der Studiengang „Nachhaltige Immobilien- und Infrastrukturentwicklung“ im Studienbereich Bauingenieurwesen und Architektur der FH Kärnten bildet eine neue Generation von Experten im Querschnittsthema „bauliche Projektentwicklung“ aus. Start ist im Wintersemester 2016/17.
Die Fachhochschule Kärnten setzt auf nachhaltige Immobilien- und Infrastrukturentwicklung.
Die Fachhochschule Kärnten setzt auf nachhaltige Immobilien- und Infrastrukturentwicklung.

Der Ablauf einer baulichen Projektentwicklung stellt sich als komplexer Prozess dar. Der neue Bachelorstudiengang „Nachhaltige Immobilien- und Infrastrukturentwicklung“ richtet sich vor allem an wirtschaftsinteressierte Studienanfänger, die sich für Herausforderungen im interdisziplinären Bereich der Entwicklung baulicher Projekte interessieren. Neben der Erlangung eines technischen und architektonischen Grundverständnisses wird daher verstärkt auf betriebswirtschaftliche Erfordernisse eingegangen. Kaufmännische, technische sowie rechtliche Parameter stehen ebenfalls im Fokus.

Verknüpfung Technik & ­Wirtschaft
In der Kombination von Technik und Wirtschaft ist die bauliche Projektentwicklung ein interdisziplinär geprägtes Berufsfeld. „Das Ziel ist eine Ausbildung, deren Inhalt den originären Entwicklungsprozess eines Bauprojekts übersteigt und den gesamten Lebenszyklus eines Projekts zum Gegenstand macht“, erklärt Walter Schneider, FH Kärnten Studienbereichsleiter Bauingenieurwesen und Architektur, den Grundgedanken des sechssemestrigen Bachelors. „Es endet nicht mit der Errichtung, Revitalisierung oder Vermarktung, es umfasst ebenso Betrachtungen zum Betrieb, zu potentieller Um- bzw. Nachnutzung bis hin zur Ertüchtigung oder Entsorgung“, so Schneider. Neben zentralen Themen wie der technischen und wirtschaftlichen Realisierung stehen Fragen der Projektwirksamkeit hinsichtlich dem sozialen Umfeld und Auswirkungen auf die Umwelt im Fokus. Für ein Berufsfeld mit hoher Verantwortung, aber einem Mangel an adäquat ausgebildeten Fachleuten, füllt der Studiengang eine Lücke im Bildungsbereich. Innerhalb des Studienplanes erlangen Studierende ingenieurwissenschaftliche Grundlagen in der Bautechnik, Baukonstruktion sowie Gebäudetechnik und bekommen ein grundlegendes Verständnis für Aufgaben der Architektur und Gestaltung vermittelt. Vertiefende Kenntnisse in den Wirtschaftswissenschaften sowie der Immobilien- und Infrastrukturwirtschaft ergänzen das Qualifikationsprofil, stets eingebettet in Überlegungen zu Ökologie und Nachhaltigkeit.

Karriere mit Nachhaltigkeit
Absolventen stehen ein breiter Arbeitsmarkt und abwechslungsreiche Tätigkeitsfelder offen. Ob in der Entwicklung, Umsetzung, Bewertung von Immobilien- und Infrastrukturprojekten seitens Wohnbaugenossenschaften, Liegenschaftsverwaltungen, Immobilienentwickler und Bauträger, Banken und Versicherungen, Landes- oder Kommunalbehörden oder innerhalb der Stadt- und Regionalplanung etc. sind Absolventen, die sich mit nachhaltigen Zielsetzungen in der baulichen Projektentwicklung beschäftigen, sehr gefragt. Der neue Studiengang Projektentwicklung bildet erstmalig in Österreich Menschen aus, welche sich für ein fächerübergreifendes Wissen in Wirtschaft, Jus, und nachhaltiger Bautechnik auf Hochschulniveau begeistern können.