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Keine Krise bei Kaufpreisen und Mieten in Wien

10.03.2021

Die Wohnungspreise stiegen 2020 weniger stark und liegen unter dem 10-Jahres-Schnitt berichtet Otto Immobilien in seiner neuesten Analyse.

Die neue Ausgabe des Wohnmarktmagazins „#Wien“ ist gratis über www.otto.at/Marktberichte erhältlich.

Wie haben sich die Preise im Corona-Jahr 2020 entwickelt und wie geht es am Wiener Wohnungsmarkt weiter? Welche Bezirke liegen im Trend und wo entstehen neue Projekte? „#Wien“, das neue Wohnmarktmagazin von Otto Immobilien liefert dazu nun konkrete Fakten. So haben im Vorjahr die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand um 4,5 Prozent, im Neubau-Erstbezug – ohne Vorsorgewohnungen - um 4,6 Prozent zugelegt.

Diese Preissteigerungen liegen damit unter dem von Otto Immobilien erhobenen 10-Jahres-Schnitt, zeigen aber deutliche regionale Unterschiede, berichtet Eugen Otto als Herausgeber von „#Wien“. Weiterhin auf hohem Niveau sind die Angebotspreise für frei vermietbare Neubauwohnungen mit 13,01 Euro netto pro Quadratmeter und Monat (ohne Betriebskosten und Umsatzsteuer).

Seit zehn Jahren entwickelt sich der Kaufpreis pro m² für Erstbezugs-Neubauwohnungen, die di­rekt vom Bauträger verkauft werden und keine Vor­sorgewohnungen sind, kontinuierlich nach oben. Daran hat sich auch im Corona-Jahr 2020 nichts geändert. Martin Denner, Leiter Immobilien Research, beobachtet allerdings im Vergleich zu 2019 in den einzelnen Bezirken unterschiedliche Entwicklungen: „Am besten performen die Bezirke vier, zwölf, 20 und 23 mit zweistelligen Zuwachs­raten. Im 4. Bezirk etwa sind die Preise für Neubauwohnungen auf durchschnittlich 7.120 Euro pro m² gestiegen, im 12. auf 5.217 Euro pro m². 5.547 Euro pro m² legt man aktuell im 20. Bezirk auf den Tisch, während der Quadratmeterpreis im Neubau im 23. Bezirk bei 4.648 Euro liegt,“ so Martin Denner. Im Durchschnitt betrug letztes Jahr die Wien-weite Preisstei­gerung für Wohnungen im Neubau-Erstbezug 4,6 Prozent, was zum Schnitt der letzten 10 Jahre mit 5,17 Prozent einen leichten Rückgang bedeutet, sagt Denner.

Bestandswohnungen im Vorjahr um 4,5 Prozent teurer

Für Wohnungen, die im Bestand verkauft werden, also keine Neubauwohnungen direkt vom Bauträger sind, sieht Otto Immobilien in den Bezirken fünf, 15, und 22 mit Werten von über 10 Prozent die deutlichsten Preissteigerungen. Demnach kostet der Quadratmeter in diesem Segment in Margareten nun durchschnittlich 5.557 Euro und in Rudolfsheim-Fünfhaus 4.296 Euro. Erstmals geknackt wurde die 5.000er Marke nun auch im 22. Bezirk: Hier liegt der durchschnittliche Preis für eine Bestandswohnung nun bei 5.071 Euro pro m². Im Durchschnitt sind im Vorjahr Bestandswohnungen Wien-weit um 4,5 Prozent teurer geworden, was zur durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate der letzten 10 Jahre (6,4 Prozent) ebenfalls einen Rückgang bedeutet. Richard Buxbaum, Leiter Wohnimmobilien, erwartet für heuer jedenfalls keine Preisreduktion: „Mit Ende der Pandemie und weiterhin großer Nachfrage werden wir 2021 steigende Preise sehen“.

Mieten auf hohem Niveau

Die Angebotsmietpreise verharren nach einem starken Anstieg in den letzten Jahren auf hohem Niveau. „Ein Blick auf das derzeitige Angebot an freifinanzierten Miet­wohnungen zeigt einen Durchschnittspreis von aktuell 13,01 Euro netto, also ohne Betriebskosten und Umsatzsteuer, pro Quadratmeter und Monat“, berichtet Martin Denner. Dies sei ein Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zu 2019 über ganz Wien. Für die Bezirke innerhalb des Gürtels beträgt der Wert 13,83 Euro pro m² und Monat, au­ßerhalb des Gürtels 12,49 Euro pro m² und Monat. „Die höchsten Mietpreise werden mit durchschnittlich 18,07 Euro pro m² und Mo­nat im ersten Bezirk bezahlt, die niedrigsten mit 10,89 Euro im 21. Bezirk“, berichtet Denner. Das größte Angebot an Mietwohnungen ist mit Abstand in den Bezirken zehn, zwölf, 21 und 22 zu finden.

Wohnungsneubau in Wien: Die Hälfte ist freifinanziert

OTTO Immobilien hat gemeinsam mit Exploreal auch wieder sämtliche wichtigen Neubau-Projekte unter die Lupe genommen. Dabei zeigt sich neuerlich, dass der Hauptfokus der Wohnbauträger eindeu­tig auf dem Bau von freifinanzierten Ei­gentums- bzw. Mietwohnungen liegt. Im Jahr 2021 werden nun erstmals knapp ein Viertel aller fertiggestellten Wohnungen in Wien freifinanzierte Mietwohnungen sein. Freifinanzierte Eigentumswohnungen und Mietwohnungen zusammen werden 2022 auf ungefähr demselben Niveau sein und ge­meinsam rund die Hälfte des gesamten Fer­tigstellungsvolumens ausmachen.

Trendige Bezirke von Leopoldstadt bis Favoriten

Der zentral gelegene zweite Bezirk vor allem im Bereich des Karmelitermarktes ist trendiger denn je. Gleiches gilt für das Grätzel im Bereich des LeopoldQuartiers entlang des Donaukanals in der Leopoldstadt. Auch der 20. Bezirk, durch seine Nähe zum 1., 2., und 9., Bezirk mit den Erholungsgebieten Augarten und Donaukanal ist bei Käufern sehr beliebt. Zentral und grün, eine attraktive Kombination“, so Sonja Kaspar, Vorsorgeexpertin und Leiterin der Otto Immobilien Boutique.

Ein deutlich besseres Image hat laut Kaspar der 10. Bezirk bekommen, der nun am Hauptbahnhof mit dem 3. Bezirk verschmilzt. Der neue Ausbau des Wiener U-Bahnnetzes wiederum wertet verschiedene Grätzel in den Bezirken fünf und 17 auf, was sich ebenfalls positiv auf den Wohnungsmarkt auswirken wird. Gleiches gilt für Oberlaa, das durch die U1 erschlossen wird. Interessant für Käufer sind auch der 21. und 22. Bezirk, wo die Anbindung an den öffentlichen Verkehr gut ist, sowie der 12. Bezirk rund um die Meidlinger Hauptstraße, berichtet Kaspar.

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