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Rekordinvestitionen in Österreichs Hotelimmobilien

16.03.2017

Hotelimmobilien in Österreich waren 2016 bei Investoren überaus begehrt. Die Renditen gehen leicht zurück.

Das Investitionsvolumen in österreichische Hotelimmobilien erreichte im Jahr 2016 ein Rekordniveau von etwa 711 Millionen Euro. Damit entfielen ca. 26 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens des vergangenen Jahres (rund 2,8 Mio. Euro) auf Hotelimmobilien, die damit hinter Büroimmobilien (ca. 40 % des gesamten Investmentvolumens) die zweitstärkste Assetklasse in Österreich waren.
 

Sicherer Hafen Österreich
Markus Beike, Managing Director, Head of Hotels Northern & Eastern Europe von CBRE, erklärt: „Das rekordverdächtige Hoteltransaktionsvolumen ist zurückzuführen auf die kontinuierlich positive wirtschaftliche Entwicklung des österreichischen Hotelmarktes und Österreichs Image als ‚safe haven‘ in einer Welt voller Unsicherheiten. Das ist gleichermaßen interessant für nationale wie auch globale Investoren.“

Der Fokus bei Hotelinvestments lag auf Wien, wo einige prominente Objekte im Jahr 2016 den Eigentümer wechselten: das Hilton Vienna am Stadtpark ging für ca. 169 Millionen Euro von der Raiffeisenzentralbank an die private Investorengruppe BETHA Zwerenz & Krause GmbH, das Hotel Imperial wurde von Starwood Hotels & Resorts an die Al Habtoor Group LLC für rund 70 Millionen verkauft.

Auch Tourismusregionen ­gefragt

Auch in einigen Landeshauptstädten sowie Tourismusregionen wurde in Hotels investiert, so kaufte beispielsweise der Privatinvestor und Eigentümer der Polytec Gruppe im Laufe des Jahres vier Falkensteiner Hotels. Zudem profitierte der österreichische Hotelinvestmentmarkt von einigen pan-europäischen Portfolio-Transaktionen, im Zuge derer unter anderem auch die beiden NH Hotels am Wiener Flughafen und in Salzburg den Eigentümer wechselten.

„Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Hotelinvestments auch in diesem Jahr weiterhin vorhanden sein wird, rechnen aber nicht damit, dass die Rekordmarke von 2016 geknackt werden kann“, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich.

Die lange auf stabilem Niveau liegenden Renditen für Wiener Hotelimmobilien sind seit 2015/2016 leicht gefallen: für Hotels mit Management-Vertrag lagen sie per Ende des vierten Quartals 2016 bei ca. 5,5 Prozent, für jene mit operativem Pachtvertrag bei ca. 3,5 Prozent.
 

Rund sieben Prozent ­Wachstum erwartet
Nach den Markteintritten und Neueröffnungen einiger bekannter Hotelbrands von 2012 bis 2014, soll der Hotelmarkt bis 2019 noch einmal um rund 7 Prozent bzw. ca. 2308 Hotelzimmer wachsen. Damit würde der Wiener Hotelmarkt langsamer wachsen als in vergleichbaren europäischen Städten. Aufgrund des eingeschränkten Flächenangebots in der Innenstadt konzentrieren sich die Neuerrichtungen auf Lagen außerhalb der Wiener City, wie z. B. rund um den Hauptbahnhof bzw. Quartier Belvedere, wo die Accor Gruppe Ende 2017 zwei Hotels eröffnen wird und die Signa Holding als Joint Venture mit der Hyatt Gruppe ein Andaz-Luxushotel plant.

Vor allem Markteintritte internationaler Hotelmarken haben den österreichischen Hotelmarkt in den vergangenen Jahren geprägt und die Anzahl der anlagefähigen Hotelimmobilien für Investments beeinflusst. Der Großteil der neuen Hotels wird über Management-Verträge oder operative Pachtverträge geführt – d. h. die Investoren sind nicht in das operative Hotelbusiness involviert.

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