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Zoomsquare meldet Insolvenz an

07.05.2018

Geschäftsführer Anita Körbler und Jürgen Leger ziehen notwendige Konsequenzen, da ein für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Business-Modells erforderlicher Kapitalzuschuss über die Investorengruppe nicht aufgebracht werden konnte.

Anita Körbler, Zoomsquare: „In unserem Fall waren vier Monate zu wenig Zeit, um dem Unternehmen eine mittelfristige Finanzierung durch Umsätze zu ermöglichen.“

Das PropTech Unternehmen Zoomsquare, gegründet 2013, hat letzte Woche beim Handelsgericht Wien die Insolvenz angemeldet.

Ende Oktober 2017 übernahmen Körbler und Leger die Geschäftsführung des Unternehmens bedingt mit dem Beschluss, Zoomsquare zu restrukturieren und unter anderem ein neues Verrechnungsmodell (Cost Per Lead) einzuführen. Die neue Ausrichtung auf den B2B-Kundenbereich sahen beide Geschäftsführer als einzige Chance für Zoomsquare, um weiter bestehen zu können.  Ziel war es, sich als Nischenportal im Segment Erstbezugsimmobilien im Kaufbereich zu etablieren und dem Businesskunden innovative Lösungen hinsichtlich der Immobilien-Vermarktung zu bieten.

Aufgrund dieser Neupositionierung war Zoomsquare seit Dezember 2017 somit als neues Start Up zu werten. Mit Hilfe ihres Teams gelang Körbler und Leger in dieser kurzen Zeit die Repositionierung der Plattform gebündelt mit der Programmierung einer progressiven und verkaufsfertigen Software für Bauträger sowie dem Abschluss von bereits über 25 zahlenden Businesskunden. Trotz der aufgezeigten Erfolge konnte der notwendige Kapitalzuschuss für ein two-sided-market-Konzept in der bestehenden Investorenrunde nicht eingebracht werden.

„Für Start Ups mit gewachsenen Investorenstrukturen ist es sehr schwer, wichtige Entscheidungen rasch zu treffen um sie auf einem wettbewerbsstarken Markt so schnell wie möglich umzusetzen. In unserem Fall waren vier Monate zu wenig Zeit, um dem Unternehmen eine mittelfristige Finanzierung durch Umsätze zu ermöglichen“, so Anita Körbler.

„Schade, dass wir mit einem perfekt eingespielten Team nicht mehr die Chance hatten, den eingeschlagenen Weg erfolgreich umzusetzen. Ohne die essentiellen Faktoren Zeit und Geld wird auch das realistischste Ziel leider unerreichbar“, meint Jürgen Leger.

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