Direkt zum Inhalt
Ferienhäuser sind eine emotionale Angelegenheit. Wirtschaftlich abbildbar sind sie nur selten.

Warum sich der Kauf eines Ferienhauses nicht immer lohnt

11.09.2017

Was Immobilien in den beliebtesten heimischen Urlaubsorten aktuell kosten, und ab wann sich – wenn überhaupt – der Kauf lohnt.

Die unsichere Situation in beliebten ferneren Urlaubsdestinationen rückt das Heimatland stärker in den Fokus der Österreicher: Bereits jeder vierte Österreicher urlaubt heuer daheim. Regelmäßig verbringen rund 30 Prozent der verreisenden Österreicher ihren Haupturlaub in der Alpenrepublik. Ob und ab wann sich bei so viel Heimatverbundenheit der Kauf einer Immobilie in den beliebtesten Urlaubsregionen der Österreicher rentiert, dies analysiert eine aktuelle Auswertung von ImmobilienScout24 für 2017.

Wann sich der Erwerb des Ferienhauses auszahlt 

Wie viele Jahre könnte man eine durchschnittliche Immobilie mieten, bis man den Kaufpreis für die gleiche Immobilie ausgegeben hätte – dieser Frage geht die Urlaubsausgabe des Kauf-Miet-Indikators von ImmobilienScout24 nach. Bei einem Ferienhaus am Bodensee müsste man mindestens 144 Jahre urlauben, im idyllischen Zillertal mindestens 81 Jahre jeden Urlaubstag dort verbringen, damit sich der Kauf rentierte. Nicht viel besser sieht es mit einem Wert von 77 Jahren im Salzburger Zell am See aus. Ein Haus am Wörthersee müsste man zwecks Rentabilität stolze 56 Jahre lang extensiv in den Ferien nützen. Etwas günstiger wäre es noch, sich im beliebtesten steirischen Urlaubsziel, in der Region Schladming-Dachstein, anzusiedeln: Dort lohnt sich der Hauskauf bereits nach 51 Jahren. Der Kauf lohnt sich in den genannten Gebieten allenfalls in der zweiten oder dritten Generation. Am besten fährt noch, wer in der Region Schladming-Dachstein eine Wohnung erwirbt – diese ist bereits nach knappen 33 Jahren ein rentables Gut. 

Die günstigeren Domizile rund um Wien

Wer nach günstigen Alternativen sucht, dem seien die beliebtesten Destinationen im Osten ans Herz gelegt. In den Wiener Alpen (Region Rax/Schneeberg/Hohe Wand/Wechsel) ist eine Wohnung aktuell im Schnitt für rund 1200 Euro/m2 zu haben, ein Haus für rund 1500 Euro/m2. Auch im Wald- oder Mühlviertel kann man den Urlaubstraum im eigenen Haus um attraktive 1300 Euro/m2 verwirklichen. In der Thermenwelt Burgenland schlägt sich ein Haus aktuell mit durchschnittlich 1400 Euro/m2 zu Buche. Bergfreunden seien noch die Hohen Tauern ans Herz gelegt: Das Häuschen ist dort bereits für etwas mehr als 1800 Euro/m2 zu haben. Der Vergleich macht sicher: Liebhaber des Kärntner Wörthersees müssen für eine Wohnung in Seenähe (außerhalb Klagenfurts) derzeit im Schnitt etwas mehr als 4000 Euro pro m2 einplanen, für ein Haus etwas unter 3500 Euro/m2. Auch wer in der Tiroler Bergwelt ein Domizil sein Eigen nennen möchte, sollte genügend Kleingeld auf der hohen Kante haben und sich nicht mit Fragen der Rentabilität befassen. Mit etwa 3900 Euro/m2 muss man im Zillertal derzeit für Haus oder Wohnung rechnen.

Werbung

Weiterführende Themen

Der Marina Tower beherbergt nach Fertigstellung 500 hochwertige Wohneinheiten.
Aktuelles
27.08.2018

Mit der neugegründeten Partnerschaft zwischen Buwog Group und IES Immobilien nehmen die Bauarbeiten für den geplanten Marina Tower Tower am Handelskai im 2. Wiener Gemeindebezirk Fahrt auf.

Ein mobiler Schauraum von Ruslter soll Interessenten für neue Projekte begeistern.
Aktuelles
27.08.2018

Rustler setzt bei der Vermarktung eines Projekts im 12. Wiener Gemeindebezirk auf einen mobilien Schauraum.

ITS bietet eine modulare Software für Immobilien- und Hausverwalter und gestaltet somit den Workflow effizienter.
03.08.2018

Das ITS-Softwarepaket – die perfekte Gesamtlösung für alle Immobilienmanager, die ihren Workflow auf ein System reduzieren wollen.

Vor allem der Anteil der Objekte zwischen sechs und zehn Millionen Euro ist von 16 auf 24 Prozent des Gesamtmarktes gestiegen, die kleineren Objekte und auch das Spitzensegment (über 10 Mio. Euro) verloren hingegen Marktanteile.
Aktuelles
16.07.2018

Größere Deals halten das Marktvolumen stabil. Innerhalb des Gürtels sind die Leopoldstadt und Mariahilf besonders gefragt, analysiert der neue EHL-Zinshausmarktbericht.

Bequeme Anfahrbarkeit mit dem Auto und ausreichend kostenlose Parkplätze zählen zu den Pluspunkten von Fachmarktzentren.
Aktuelles
16.07.2018

Das Interesse von Investoren an Fachmarktzentren in Österreich wächst. Argumente wie ­niedrige Errichtungskosten und gute Risikoverteilung sprechen für sich.

Werbung