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Wandel in der Immobilienwirtschaft

07.05.2018

Europäische Immobilienwirtschaft blickt vorsichtig, aber positiv in die Zukunft.

Wolfgang Vejdovsky, Territory Leader Real Estate bei PwC Österreich: „Wir erleben ein gestiegenes Anforderungsprofil an die Immobilie gepaart mit einem dynamischeren operativen Immobiliengeschäft.“

Der globale Immobilienmarkt profitiert trotz seines späten Zyklus von starken Renditen für Investoren und einem positiven globalen Konjunkturausblick. Zu diesem Ergebnis kommt Emerging „Trends in Real Estate – The Global Outlook for 2018“, eine jährliche Prognose, die gemeinsam von PwC und dem Urban Land Institute (ULI) veröffentlicht wird. Die Studie verdeutlicht aber auch die Herausforderung der Immobilienbranche, neue Technologien und Geschäftsmodelle wie „Space-as-a-service“ für sich zu nützen.

Die Branchenführer sind sich einig, dass sich die Immobilienwirtschaft gerade in einer besonders interessanten und herausfordernden Zeit befindet. Trotz des späten Zyklus profitiert der globale Markt von starken Renditen für Investoren und einem positiven Konjunkturausblick.

„Wir erleben ein gestiegenes Anforderungsprofil an die Immobilie gepaart mit einem dynamischeren operativen Immobiliengeschäft. Dies ist ein zentraler Punkt für Investoren, die einerseits Risiken verwalten, andererseits aber auch nach innovativen und kostengünstigen Wegen suchen müssen, um Zugang zu operativer Expertise und Innovation zu erhalten“, so Wolfgang Vejdovsky, Territory Leader Real Estate bei PwC Österreich.

Die Immobilienbranche muss die richtige Balance zwischen Risikomanagement, Innovation und Unternehmertum finden, darüber sind sich alle Befragten der „Emerging Trends in Real Estate 2018“ einig. Darüber hinaus stimmen die befragten Branchenführer überein, dass sich die Immobilienbranche in einem sehr späten Zyklus befindet. Dennoch könnte sich die derzeit positive Marktlage aber verlängern, insbesondere gestützt durch die positiven Wirtschaftsprognosen und die hohe Mieternachfrage. Gestärkt wird dieser Ausblick durch den Anstieg des Transaktionsvolumens in Europa und auf den asiatischen Märkten, etwa Hong Kong und Singapur.

Die europäische Immobilienwirtschaft steht der Zukunft "vorsichtig, aber positiv" gegenüber. In Europa profitiert die Immobilienbranche von der Tatsache, dass die Wirtschaft der Europäischen Union mit dem höchsten Tempo innerhalb dieses Jahrzehnts wächst. Das fördert sowohl die Nachfrage bei den Nutzern als auch die Investitionsrate. Ein Großteil des Wachstums wurde vor allem von den Kernländern Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien getragen.

Die Grenzen zwischen traditionellen Immobilienunternehmen und Neueinsteigern, vor allem aus dem technischen Bereich, verschwimmen immer mehr. Die digitale Transformation, veränderte Kundenanforderungen sowie die neuen Geschäftsmodelle wie „Space-as-a-Service“ sorgen für eine zunehmende Komplexität der Immobilienwirtschaft. So ergeben sich viele Möglichkeiten für neue Marktteilnehmer, den Sektor zu disruptieren sowie Wert- und Marktanteile für sich zu gewinnen.

„Ein besserer Zugang zu Daten – das neue ‚Öl‘ für den Immobiliensektor – könnte es Technologieunternehmen oder Neueinsteigern ermöglichen, ganze Immobilienbereiche zu dominieren. So beobachten wir auch, dass immer mehr traditionelle Investoren, Unternehmer und Entwickler in den PropTech-Bereich gehen – von Partnerschaften bei Immobilienprojekten bis hin zu Investitionen in junge Start-ups“, weiß Wolfgang Vejdovsky.

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