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Das mittlere Preisniveau für Villen im 18. und 19. Bezirk lag im Vorjahr bei 2,35 Millionen Euro.

Villenmarkt in Währing und Döbling mit Rekordumsatz

06.05.2019

Für den Wiener Villenmarkt in Währing und Döbling stellte 2018 ein absolutes Rekordjahr dar. Der Umsatz von 211 Millionen Euro war der höchste der letzten zehn Jahre, heißt es im seit 6. Mai 2019 vorliegenden Villenreport von Otto Immobilien.

„Mit 73 Verkäufen rangieren die Vorjahresumsätze um 49 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt“, erläutert Richard Buxbaum, Prokurist und Leiter der Vermarktung Wohnimmobilien und Zinshäuser. Nach Untersuchungen von Otto Immobilien werden in den beiden klassischen Villenbezirken jedes Jahr im Durchschnitt 49 Villen verkauft.

In Bewegung sind auch die Kaufpreise: Das mittlere Preisniveau für Villen im 18. und 19. Bezirk lag im Vorjahr bei 2,35 Millionen Euro, 2009 lag dieser Wert noch bei 1,2 Millionen Euro. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Preissteigerung von 7,8%, heißt es im Villenreport. In Grinzing und Pötzleinsdorf, wo das Angebot mit 41 Prozent am größten ist, liegen die Preise im Mittel zwischen 2,5 Millionen Euro und 3,2 Millionen Euro.

Derzeit umfasst das relevante Villenangebot im 18. und 19. Wiener Gemeindebezirk exakt 58 Häuser. Rund 41% davon konzentrieren sich mit Stichtag (8. April 2019) auf die Katastralgemeinden Grinzing und Pötzleinsdorf. Der Rest des Angebotes verteilt sich auf die anderen Bezirksteile, wobei die teuersten Villen in Oberdöbling und Untersievering zu finden sind.

Privatpersonen dominieren

Dominiert wird der Villenmarkt zwar auf Verkäufer- wie auf Käuferseite von Privatpersonen, allerdings zeichnet sich hier ein Paradigmenwechsel ab, so Michaela Orisich, Villenexpertin bei Otto Immobilien. „Wir beobachten, dass Projektentwickler immer öfter sanierungsbedürfte Häuser kaufen, um sie dann umfassend und hochwertig zu renovieren und anschließend wieder - manchmal auch komplett möbliert - zu verkaufen“. Die Projektentwickler entsprechen damit dem verstärkten Bedürfnis vieler Käufer im Prime Segment, ein sofort bezugsfertiges Haus zu kaufen, das sie nicht selbst renovieren müssen, so Orisich. „Altehrwürdige, aber sanierungsbedürftige Villen werden auf diese Weise aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt und erstrahlen in neuem Glanz“.

Insgesamt sieht man bei Otto Immobilien weiterhin eine große Nachfrage nach Villen in Wiens traditionellen Cottagevierteln. Bei der Auswahl der Liegenschaft spielen für die Käufer allerdings die konkrete Lage und damit die Infrastruktur eine immer größere Rolle, berichtet Villenexpertin Sonja Kaspar. „Entscheidend ist, ob Schulen oder Kindergärten auch ohne Auto zu erreichen sind oder man Dinge des täglichen Lebens fußläufig erledigen kann“, so Kaspar. Ein Trend, der auch durch die gestiegene Zahl der Verkäufe in Unter- und Oberdöbling bzw. Untersievering im Jahr 2018 belegt wird.

Insgesamt gibt es in den Bezirken 18 und 19 mit Stichtag 8. April 2019 exakt 3.471 Villen laut Otto-Definition. „Davon befinden sich 2.356 im 19. Wiener Gemeindebezirk und 1.115 im 18. Wiener Gemeindebezirk“, so Martin Denner, Leiter der Immobilien Research. Als Grundlage für die Bestandserhebung der Villen im 18. und 19. Bezirk dienten neben eigenen Recherchen der Wiener Kulturgüterkataster für die Kategorien „freistehende Villen“ beziehungsweise „Villen in Randbebauung“, Daten von IMMOunited sowie eine von Otto Immobilien entwickelte Methodik und Kategorisierung.

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