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Villen in Wien bleiben besonders gefragt

08.06.2020

Ein sicheres Investment kann durchaus gediegen und schön sein, meinen die Experten von Otto Immobilien und verzeichnen starkes Interesse im Villensegment.

Die aktuelle Corona-Krise könnte der Nachfrage nach Villen in Wien einen zusätzlichen Schub verleihen.

Ein kräftiges Lebenszeichen hat auch im Vorjahr der Wiener Villenmarkt von sich gegeben, wenngleich das Rekordjahr 2018 nicht getoppt werden konnte: Insgesamt wechselten im Vorjahr 121 Villen den Eigentümer, der Umsatz lag bei 283 Millionen Euro. Es werden jedoch im Jahresverlauf 2020 noch einige Verbücherungen von Kaufverträgen erwartet, die 2019 unterschrieben wurden. Damit wird das Jahr 2019 sicher noch an Transaktionsvolumen zulegen, heißt es im neuen Villenreport von Otto Immobilien.

Währing drei mal teurer als Hietzing

Während die erzielten Preise in den Bezirken 13., 17. und 19. stabil geblieben oder leicht zurück gegangen sind, haben sie im 18. Bezirk deutlich zugelegt, und zwar um immerhin 13 Prozent. Der mittlere Kaufpreis (50 Prozent der Villen wurden unter diesem Wert verkauft, 50 Prozent darüber) in Währing lag zum Jahresende 2019 bei rund 2,65 Millionen Euro, in Döbling bei 2,35 Millionen Euro. Für Villen bzw. Einfamilienhäuser in Hernals betrug der mittlere Kaufpreis 980.000 Euro, in Hietzing 875.000 Euro. In allen Bezirken dominierten sowohl auf Käufer-, als auch Verkäuferseite nach wie vor Privatpersonen.

Gute Aussichten in turbulenten Zeiten

Die Chancen, dass diese Liegenschaften demnächst den Eigentümer wechseln, stehen trotz der Corona-Krise gut. „Ich gehe davon aus, dass speziell der Wiener Villenmarkt kurz-, mittel- und auch langfristig an Attraktivität zunehmen wird. Für viele Menschen spielen gerade jetzt Investitionen in sichere und stabile Werte im Grünen mit Garten eine bedeutende Rolle“, meint Richard Buxbaum, Leiter der Abteilung Wohnimmobilien. „In turbulenten Zeiten ist der Wunsch nach dem kleinen Stückchen Freiheit und Sicherheit größer denn je. Ohne große Einschränkungen leben zu können, den eigenen Garten zu nutzen und seiner Familie ein sicheres und schönes Heim bieten zu können, sind hervorragende Gründe für die anhaltend gute Nachfrage nach Häusern und Villen in Wien“, berichtet Villenexpertin Sonja Kaspar. Sie sieht den Markt für Einfamilienhäuser und Villen sehr positiv und rechnet mit stabilen Preisen in den kommenden Monaten.

Dazu ortet man bei Otto Immobilien auch Interesse aus dem Ausland: „Durch die internationale Berichterstattung über die Bewältigung der Corona-Krise hat sich Österreich als Vorzeigeland in den Köpfen ausländischer Immobilienkäufer manifestiert“, so Richard Buxbaum. Villenexpertin Michaela Orisich ist davon überzeugt, dass der Kauf einer Villa in Wien auch als Zweitwohnsitz im „safe haven“ Österreich für ausländische Interessenten in der nächsten Zeit ein starkes Kaufmotiv werden könnte. Auch viele Auslandsösterreicher würden zu Heimkehrern werden, so Orisich.

Die Frage werde sein, ob ausreichend passende Häuser und Villen auf den Markt kommen werden, die den Wünschen der Kaufinteressenten entsprechen, so Buxbaum. Allerdings überlegen nach seiner Beobachtung so manche Eigentümer, sich von ihrem Haus zu trennen. Etwa, weil die Bewirtschaftung der Villa aus Altersgründen schwieriger wird oder weil diese nach dem Auszug der Kinder zu groß geworden ist. „Oft fehlt auch die Motivation, aufwendige Modernisierungsarbeiten durchführen zu lassen“, weiß Sonja Kaspar.

Insgesamt gibt es in den Bezirken 13., 17., 18. und 19. mit Stichtag 10. März 2020 exakt 9.016 Villen laut Otto-Definition. Davon befinden sich 4.293 (48%) im 13. Wiener Gemeindebezirk, 1.267 (14%) im 17. Bezirk, 1.080 (12 %) im 18. und 2.376 (26%) im 19. Wiener Gemeindebezirk.

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