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Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Re/Max Austria: „Unser Ziel ist es, dass bereits 2019 rund zwanzig Prozent der Wohnimmobilien im Re/Max-Netzwerk mit DAVE, dem neuen digitalen Preisfindungstool, verkauft werden.“

Re/Max prescht mit digitalem Angebotsverfahren DAVE vor

24.10.2018

Verkäufer sollen sich nicht mehr die Frage stellen müssen, ob sie eine Wohnimmobilie zu günstig veräußert haben.

Was in Skandinavien schon länger Usus ist, schwappt nun nach Österreich: Nach einer dreimonatigen Pilotphase bietet Re/Max ab November in allen 110 Standorten ein digitales Angebotsverfahren an. Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer erläutert: „Unser Ziel ist es, dass bereits im Jahr 2019 rund zwanzig Prozent der Wohnimmobilien im Re/Max-Netzwerk mit DAVE, dem neuen digitalen Preisfindungstool, verkauft werden.“

Hintergrund ist die bekannte Tatsache, dass die richtige Preisfindung bei der Abwicklung eines Immobiliengeschäfts ein wesentliches Kriterium darstellt. Viele Privatverkäufer richten sich dabei nach Angebotswerten aus dem Internet. Diese liegen häufig deutlich über dem Marktpreis. Dies führt dazu, dass die Preise schrittweise über viele Monate gesenkt werden müssen und der erzielte Kaufpreis schlussendlich unter dem wahren Wert der Immobilie liegt. Sachverständige oder Gutachter können den Marktpreis zwar gut einschätzen, der tatsächlich konkret erzielbare Preis im Falle eines Kaufes bzw. Verkaufes ist aber oftmals ein anderer.

Letztentscheidung beim Verkäufer

Hier kann nun das digitale Angebotsverfahren Abhilfe schaffen. Wenn Interessenten nach einer Besichtigung ernsthafte Kaufabsichten hegen, werden sie online mit einer Mail zu DAVE – entwickelt übrigens von AuctionTech – und damit zur Abgabe eines Kaufangebots eingeladen. Re/Max stellt DAVE in zwei Varianten zur Verfügung. In beiden Fällen wird vorab ein Start- bzw. Richtpreis festgelegt. Immer erfolgt das Preisangebot der Interessenten online und immer hat die Letztentscheidung der Verkäufer. Das sieht die Rechtsordnung so vor.

Beim „geschlossenen DAVE“ gibt jeder Interessent innerhalb der vorher festgelegten Angebotsfrist genau ein Gebot online ab. Weder für die anderen Kaufinteressenten, noch für den Makler, noch für den Verkäufer ist dies zu dem Zeitpunkt einsehbar. Erst nach Ablauf der Angebotsfrist erhalten Makler und Verkäufer Einsicht in die Kaufangebote. Der Verkäufer entscheidet sich in der Regel für den Interessenten mit dem höchsten Angebot. Bei der zweiten Variante, dem „offenen DAVE“, sehen der Verkäufer und der Makler sowie alle registrierten Kaufinteressenten jederzeit online, was die aktuell höchste gebotene Summe für die Immobilie ist. Sie erfahren aber nicht, von wem die Kaufanbote sind. Der Interessent entscheidet individuell innerhalb der vorher festgelegten Frist, zu welchem Preis er das Objekt kaufen will. Der Angebotspreis für die Wunschimmobilie kann von jedem Interessenten innerhalb der Frist jederzeit individuell nachgebessert werden.

Reikersdorfer betont, dass die persönliche Beratung von Re/Max während des digitalen Angebotsverfahrens und darüber hinaus bestehen bleibt. Es wird also auch in Zeiten von DAVE menscheln.

Vorteile für den Verkäufer

  • Optimale Preisfindung, da mit DAVE alle Interessenten miteinbezogen werden können, egal ob fünf oder fünfzig Interessenten Kaufangebote abgeben wollen. Die Frage „Habe ich zu günstig verkauft?“ stellt sich nicht mehr.
  • Die aktuelle Marktsituation entscheidet über den aktuellen Preis.
  • Die Angebote der Interessenten beim DAVE-Prozess sind innerhalb der Frist verbindlich: Für Verkäufer entstehen daher keine leeren Kilometer mit Unentschlossenen.
  • DAVE beschleunigt die Abwicklung, das spart dem Verkäufer Zeit und oft auch Geld.
  • Es besteht für den Verkäufer keine Verkaufsverpflichtung.
  • Ein Honorar wird, wie gewohnt, nur im Falle einer erfolgreichen Vermittlung bezahlt. Es entstehen für Käufer und Verkäufer keinerlei Zusatzkosten.

 

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