Direkt zum Inhalt

Mit Gewinn verkaufen

17.05.2017

Ab 50.000 Euro Gewinn würde ein gutes Drittel der heimischen Immobilienbesitzer schwach und einen Verkauf in Erwägung ziehen.

Ist die Zeit reif, nach dem Anstieg der Immobilienpreise der letzten Jahre Haus und Hof zu verkaufen? Wie viel Gewinn nach Abzug aller Nebenkosten könnte man derzeit tatsächlich erzielen? Und ab welcher Summe würden die Österreicher schwach werden und ihre vier Wände verkaufen? Das hat ImmobilienScout24 erhoben.

Drei Viertel der Österreicher „sesshaft“

Rund drei Viertel der österreichischen Eigentümer zeigen sich standhaft: Sie fühlen sich hundertprozentig wohl in ihrem Zuhause und wollen nicht verkaufen (56 Prozent) oder haben den Verkauf kurz überlegt und sich dann dagegen entschieden (20 Prozent). Auch bei den Mietern würde ein gutes Drittel (36 Prozent) einen Auszug unter keinen Umständen erwägen, und 41 Prozent nur bei einem ordentlichen Gewinn, wenn die Immobilie die eigene wäre. Nur jeder fünfte Österreicher ist aktuell verkaufs- und umzugsbereit. Bei einem Gewinn von 50.000 Euro würde aber bereits ein gutes Drittel der Österreicher schwach, weitere 15 Prozent würden sich mit 50.000 bis 100.000 Euro Gewinn zufriedengeben. „Mit dem Verkauf eines 2010 erworbenen, durchschnittlichen Hauses beziehungsweise einer Wohnung lassen sich laut Analyse aktuell zwischen 50.000 und 100.000 Euro nach Abzug aller Nebenkosten erlösen“, so Christian Nowak, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich. Verglichen wurden bei der Auswertung Preise von Wohnungen und Häusern zwischen 2010 und 2017 – nach Abzug aller Nebenkosten, Steuern und Maklergebühren (siehe Infokasten).

Rund 40 Prozent Gewinn in Salzburg und ­Oberösterreich

Am meisten freuen können sich Salzburger, die 2010 eine Wohnung erworben haben und diese jetzt verkaufen: Sie würden rund 40 Prozent Gewinn machen – bei einer durchschnittlichen 80-m2-Wohnung sind das immerhin stolze 74.000 Euro. Mit einem guten Viertel (26 Prozent) Gewinn und immerhin noch rund 54.000 Euro bei einer 80-m2-Wohnung könnten Tiroler Wohnungsverkäufer aktuell rechnen. 38 Prozent Gewinn könnten auch oberösterreichische Verkäufer realisieren, mit rund 53.000 Euro bliebe ebenfalls eine erfreuliche Summe im oberösterreichischen Verkäuferbörserl. Der Österreich-Schnitt liegt übrigens bei einem Gewinn von 680 Euro pro m2, das entspricht einem Zuwachs von 25 Prozent. Die Bundeshauptstadt Wien schneidet mit einem Plus von 14 Prozent im Vergleich nur mäßig ab.

Mit Häusern lassen bis 600 Euro pro Quadrat­meter verdienen 

Nicht ganz so gut lässt es sich mit dem Hausverkauf eines 2010 erworbenen Hauses verdienen. Am meisten pro Quadratmeter würden die Tiroler einstreifen – 87.000 Euro für ein durchschnittliches 125-m2-Haus (+27 Prozent seit 2010), gefolgt von den Salzburgern (rund 79.000 Euro, +26 Prozent). Prozentuell gesehen wären hingegen die Kärntner, die Oberösterreicher und die Niederösterreicher auf der Gewinnerseite: In allen drei Bundesländern würde man beim Verkauf eines 2010 erworbenen oder gebauten Hauses aktuell mehr als ein Drittel Gewinn erzielen. Immerhin rund 64.000 Euro würden im Land ob der Enns nach Abzug aller Taxen für ein 125-m2-Haus verbleiben, über 67.000 Euro könnte man sich in Niederösterreich freuen, in Kärnten wären es 56.000 Euro für den Verkäufer eines durchschnittlichen 125-m2-Hauses. Im Burgenland wäre der Gewinn am niedrigsten (rund 40.000 Euro), aber mit einem Plus von 26 Prozent im Vergleich zu einem Kauf 2010 immer noch attraktiv.

Werbung

Weiterführende Themen

29.01.2018

Die Universität für Weiterbildung

Die Donau-Universität Krems ist DIE Universität für Weiterbildung in Europa - mit rund 9.000 Studierenden und 20.000 AbsolventInnen aus 90 ...

29.01.2018

Mit acht Standorten in Österreich bilden die BAUAkademien als zwischenbetriebliche Ausbildungsstätte der Bauwirtschaft das dritte Standbein in der trialen BAU-Lehrlingsausbildung. Dieser Ansatz, ...

29.01.2018

Im Rahmen der Akademie der online hausverwaltung hält der Immobilienrechtsexperte Christoph Kothbauer Grundlagenseminare sowie Rechtsupdateseminare. Ein weiteres Angebot der Akademie ist der ...

Eine Befristung könnte eine Lösung sein, um die Mieten an das Marktniveau bzw. die neuen Einkommensverhältnisse der Mieter anzupassen.
Aktuelles
27.11.2017

Günstige Sozialwohnungen werden noch immer auf Lebzeiten bzw. Generationen vergeben.

Hans Jörg Ulreich ist Berufsgruppensprecher der österreichischen Bauträger.
Aktuelles
17.10.2017

Kommentar von Hans Jörg Ulreich.

Werbung