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Derzeit wird der österreichische Logistik-Immo-Markt nach wie vor sehr stark von Eigennutzungen geprägt.

Markt für Logistikimmobilien boomt

06.06.2019

E-Commerce bleibt der Markttreiber Nummer eins für heimische Logistikimmobilien. Investoren bringen sich in Stellung.

Rund 165 Millionen Euro sind 2018 in Käufe von österreichischen Logistikimmobilien geflossen. Damit liegt der Wert in etwa auf Vorjahresniveau. Im Jahr 2014, also vor 5 Jahren, lag der Markt für Logistikimmobilien noch bei knapp 40 Millionen Euro, demnach nicht einmal bei einem Viertel des derzeitigen Umsatzes. Der Logistikimmobilien-Markt wächst, ganz besonders seit 2014. „Wir beobachten seit geraumer Zeit ein deutlich gestiegenes Investoreninteresse bei gleichzeitig überschaubarem Angebot“, fasst Stefan Krejci von Re/Max Commercial die Entwicklung zusammen.

Der Grund, warum der Umsatzrekord aus dem Jahr 2015 mit rund 190 Millionen Euro noch immer besteht, liegt vor allem in der Tatsache, dass aktuell einfach zu wenig Logistikimmobilien in Österreich angeboten werden.

E-Commerce als Logistiktreiber

Wesentlicher Treiber dieser Aufwärtsentwicklung war auch im abgelaufenen Jahr der Bereich E-Commerce. So geht der Handelsverband Österreich mittlerweile von einem Umsatzanteil im Distanzhandel (Internet und Katalogverkauf) von mehr als zehn Prozent am österreichischen Einzelhandelsumsatz aus. Das entsprach im Jahr 2018 einem Betrag von acht Milliarden Euro. Die wichtigsten Warengruppen waren Bekleidung, Elektroartikel und Bücher. Mit steigenden Umsätzen steigen auch die Logistikanforderungen und der Bedarf an Logistikimmobilien. Weil die Empfänger der E-Commerce-Logistik Millionen Haushalte vor allem in den Städten und nicht Unternehmen am Stadtrand sind, werden Themen wie „City-Logistik“ oder „Last Mile Delivery” sowohl die Wirtschaft, als auch die Politik vor große Herausforderungen stellen, die nur durch eine proaktive Zusammenarbeit gelöst werden können.

Eigennutzung prägt den Markt

Derzeit wird der österreichische Logistik-Immo-Markt nach wie vor sehr stark von Eigennutzungen geprägt. Aber Entwicklungen im Umfeld von Finanzinvestoren nehmen zu, wie beispielsweise die Segro-Projekte in Wien 23 oder der Industrial Campus Vienna East der Deutschen Logistik Holding in Enzersdorf an der Fischa zeigen. Um flexibel zu bleiben, tendiert die Mehrheit der Logistik-Unternehmen aktuell eher in Richtung Miete als in Richtung Eigentum.

Lage, Lage, Lage erst recht bei Logistikbauten

Österreich nutzt dabei seine ideale Anbindung am Kreuzungspunkt von drei der wichtigsten europäischen Verkehrskorridore: die Brenner-Achse (Skandinavien-Mittelmeer-Route), die Rhein-Donau-Achse und die Baltisch-Adriatische-Achse. Diese glückliche Fügung sorgt – gepaart mit wirtschaftlicher und sozialer Stabilität, gut ausgebildetem Fachpersonal und entsprechend hohem Logistik-Know-how – dafür, dass Österreich auch 2018 wieder unter den Top 10 Nationen im Logistik-Performance-Index der Weltbank (Rang 8) weltweit aufscheint.

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