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Auf bis zu 160.000 Quadratmeter Lagerfläche kann der von der Deutsche Logistik Holding entwickelte Industrial Campus Vienna East in der Nähe des Flughafens Schwechat ausgebaut werden.

Investors neuer Liebling

07.05.2018

Im Vorjahr standen bei weltweit agierenden Immobilienanlegern erstmals Logistikgebäude ganz oben auf der „Nachfrageliste.“ In Österreich haben sie – wenig verwunderlich – Projekte im Raum Wien im Fokus.

Laut einer Umfrage von CBRE planen Immobilieninvestoren gesteigerte Aktivitäten in der EMEA-Region, also in Europa, dem Nahen Osten sowie in Afrika. Und worauf spitzen die Anleger besonders? Auf Logistik – und Industrie. Diese Assetklassen sind am meisten nachgefragt und überholten erstmals den langjährigen Spitzenreiter Büroimmobilien. Dazu erläuterte Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich: "2017 war das Jahr, in dem der Industrie- und Logistiksektor neu bewertet wurde, was sich in der Anzahl und dem Umfang der Plattformübernahmen in diesem Sektor widerspiegelt. Die Logistikrenditen bleiben im Vergleich zu anderen Immobiliensektoren relativ hoch und die Nachhaltigkeit der Renditen in der Branche wird durch einen robusten Vermietungsmarkt gestützt, der Investoren aus der ganzen Welt anzieht."

Die schnell drehenden Logistikimmobilien mauserten sich zu selbstverständlichen Bestandteilen professionell gemanagter Portfolios. Sie eroberten sich sozusagen einen Fix-Platz im Investmentuniversum professioneller Anleger. Doch wo befinden sich in Österreich die besten Standorte? Das Zeug zu internationalen Hubs hat der Bereich um Linz und Wels entlang der Donauachse. Weiters die Region an der baltisch-adriatischen Achse in der Steiermark im Umfeld von Graz sowie natürlich der Raum Wien. Punkto Bundeshautstadt ortete hier bereits vor geraumer Zeit der Projektentwickler kara Group of Companies Potenzial und errichtete drei Logistikzentren mit einer vermietbaren Fläche von rund 68.000 Quadratmetern. Mieter sind unter anderem A1 Telekom Austria, Kühne+Nagel, Nest Pharem. Ab Mitte 2018 werden weitere 11.000 Quadratmeter entstehen.

Urban-Logistik-Flächen im Kommen

In Flughafen-Nähe existiert in Form des Industrial Campus Vienna East ein Objekt der Deutschen Logistik Holding, ein Projektentwickler, der zur finanzstarken, familiengeführten Zech Group gehört. Die erste Ausbaustufe umfasst etwa 30.000 Quadratmeter Hallen, die sowohl für E-Commerce, Retailer, Logistikdienstleister als auch für Industriebetriebe konzipiert sind. Insgesamt besteht die Möglichkeit, auf 160.000 Quadratmeter auszubauen. Der Süden gilt traditionell der am stärksten umkämpfte Markt im Raum Wien. Hier ist der Walter Business-Park prominent mit einer Gesamtmietfläche von 71.000 Quadratmetern Büro und Lager vertreten. Die jüngste, siebte Baustufe ist seit 2016 in der Vermarktung und bereits über 70 Prozent ausgelastet. Diese ist sogar nach dem Gebäudebewertungssystem „Green Building“ der Europäischen Union zertifiziert.

Unterm Strich hält CBRE im aktuellen „Market Outlook Österreich 2018“ fest, dass internationaler Developer ihre Aktivitäten auf dem heimischen Logistikimmobilienmarkt ausbauen. Dabei haben sie vor allem den Raum Wien im Auge, wo sie – teils spekulativ – Projekte entwickeln. Ungenutzte, innerstädtische Gewerbegebäude wiederum könnte man in Urban-Logistik-Flächen umwandeln, die durch den Online-Handel verstärkt benötigt werden. Denn die Ansprüche der Kunden an Schnelligkeit und Verlässlichkeit der Lieferung der via Internet bestellten Ware steigen. Logistikimmobilien werden nicht an Relevanz verlieren; im Gegenteil.

 

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