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Foto „Bundestag, Talkrunde 1“: Hans Jörg Ulreich, Michael Pisecky, Arno Wimmer, Georg Edlauer, Gerald Gollenz, Ellen Moll und Barbara Fleissner (v. l. n. r.) erläuterten in einer Talkrunde aktuelle Themenstellungen der Immobilienwirtschaft.

Gelebte Aufbruchstimmung

06.07.2021

Am 23. und 24. Juni 2021 fand im Festspielhaus in St. Pölten der Bundestag der Immobilien- und Vermögenstreuhänder statt. Unter dem Motto „woher wir kommen. wohin wir gehen.“ blickte die Branche trotz etlicher Herausforderungen positiv nach vorne.

Wie so viele Events musste er im Vorjahr pandemiebedingt abgesagt werden. Die Rede ist vom Bundestag der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Am 23. und 24. Juni 2021 konnte die Branchenveranstaltung im Festspielhaus in St. Pölten über die Bühne gehen – selbstverständlich unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsmaßnahmen. Die Teilnehmer verhielten sich diesbezüglich diszipliniert. Bei ihnen überwog die Freude, dass „es wieder losgeht“. Schließlich fungiert der Bundestag als Plattform für Wissenstransfer und als Gelegenheit für Erfahrungsaustausch.

Mit hochkarätigen Vorträgen und Podiumsdiskussionen vermittelten der Fachverband und die Fachgruppe Niederösterreich der Branche wie erwartet neue Impulse und Blickwinkel für eine erfolgreiche Zukunft der Immobilienwirtschaft. Mehr als 300 Bauträger, Immobilienmakler und -verwalter nahmen teil. Auf sie wartete nicht nur ein spannendes Konferenzprogramm, sondern auch stimmungsvolle Side-Events und jede Menge Gelegenheiten, Branchenkontakte zu erweitern und zu vertiefen. Dabei stand der heurige Bundestag – übrigens bereits der 46.! – unter dem Motto „woher wir kommen. wohin wir gehen.“. Die Veranstalter beleuchteten die Entwicklung der Lebenswelten, wobei die Themenbereiche Digitalisierung und Innovation, leistbares Wohnen und zukunftsweisende Immobilienprojekte die Schwerpunkte bildeten.

Bühnentauglicher DeLorean

„Wer die Zukunft richtig einschätzen will, der muss auch die Vergangenheit verstehen. Daher möchten wir Sie auf eine Zeitreise durch die Immobilienwirtschaft nach Niederösterreich einladen und Ihnen dabei auch neue Perspektiven für die Zukunft vermitteln“, sagte Johannes Wild, Fachgruppenobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Die Zeitreise spiegelte sich auch in der Bühnengestaltung in Form eines DeLorean, wie ihn Marty McFly in der Science-Fiction-Film-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ nutzte, wider.

Als Moderatorin durch den Bundestag führte Barbara Fleissner von puls4. Nach Wild empfing sie Fachverbandsobmann Georg Edlauer, den St. Pöltener Bürgermeister Matthias Stadler sowie den Präsidenten des Niederösterreichischen Landtags Karl Wilfing auf der Bühne. Letzterer erklärte die Branchenveranstaltung schließlich offiziell für eröffnet.

Eine Lanze für den „Marktplatz“

Einen der Höhepunkte des Bundestags bildete die Talkrunde mit den Vertretern der Fachgruppen und des Fachverbands über aktuelle Themenstellungen der Immobilienwirtschaft am ersten Konferenztag pünktlich um 11 Uhr. Dabei warnte Arno Wimmer, Berufsgruppensprecher der österreichischen Immobilienmakler, einmal mehr vor der Einführung des Bestellerprinzips. „Es wird dazu führen, dass sich Makler aus dem Mietbereich zurückziehen“, so Wimmer. Nichtsdestotrotz rechnet er mit einer Umsetzung ab 1. Jänner 2022 (mit einer Übergangsfrist).

Ellen Moll von der Fachgruppe Tirol erläuterte bei der Talkrunde die Problematik, wie Eigentümerversammlungen während der Pandemie abliefen und wie sie in Zukunft sinnvollerweise gestaltet sein sollen. Fachverbandsobmann Georg Edlauer wiederum machte auf die Gefahr, dass E-Autos beim Laden in älteren Tiefgaragen in Brand geraten, aufmerksam. Im Anschluss brach der Wiener Fachgruppenobmann Michael Pisecky eine Lanze für den „Marktplatz“. Dabei handelt es sich um eine relativ neue Plattform, dank der Immobilienmakler in Österreich erstmals softwareübergreifend kooperieren können, sprich Daten mit Kollegen austauschen.

Wohnbaudatenbank wird ausgedehnt

Fachverbandsobmann-Stellvertreter Gerald Gollenz kam auf die Wohnbaudatenbank zu sprechen. Diese soll auf die ganze Alpenrepublik ausgedehnt werden – mit Kärnten als nächster Station. „So können die Entwickler marktgerecht bauen“, betonte Gollenz. Last but not least berichtete Hans Jörg Ulreich, Berufsgruppensprecher der österreichischen Bauträger, bei der Talkrunde von „Besonderheiten“, mit denen er und seine Berufskollegen befasst sind. Konkret nannte er die von Bundesland zu Bundesland variierenden Brandschutzvorschriften. In Wien verhindern diese gemäß Ulreich weitgehend Hausbegrünungen.

Unterm Strich setzte die heimische Immobilienbranche beim Bundestag in Niederösterreich starke Impulse. Trotz zahlreicher Herausforderungen herrscht in der Hoffnung, von der Pandemie bald in eine neue (?) Normalität zurückkehren zu können, Aufbruchstimmung.

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