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Fünf Bundesländer verzeichnen zweistellige Wachstumsraten beim Verkaufswert, bundesweit sind es +15,8 %, nur die Steiermark liegt hinter dem Vorjahr.

Drittes Jahr in Folge weniger Einfamilienhausverkäufe

10.11.2021

Wie schon im ersten Halbjahr 2019 und 2020 ist der Einfamilienhausmarkt auch im Jahr 2021 spürbar rückläufig. Auf 2020 fehlen 5,1 %, auf 2018 sogar 19,5 %.

In absoluten Zahlen wurden 4.763 Einfamilienhäuser von Jänner bis Juni 2021 für neue Eigentümer verbüchert – 2018 waren es noch um 1.156 mehr. Damit liegt das erste Halbjahr 2021, den Verbücherungszahlen nach, hinter den Jahren 2015 bis 2020.
„Das Einfamilienhaus erfreut sich in Österreich weiterhin großer Beliebtheit. Die Nachfrage hat sich pandemiebedingt nochmals verstärkt, gleichzeitig ist das Angebot im Jahresvergleich weiter deutlich zurückgegangen. Diese Kombination und das historisch niedrige Zinsniveau haben in weiten Teilen des Landes zu spürbaren Preissteigerungen geführt“, erklärt der Geschäftsführer von Re/Max Austria, Bernhard Reikersdorfer. „Für das kommende Jahr erwarten wir eine leichte Entspannung am Einfamilienhausmarkt, sowohl beim Angebot als auch beim Preis“, sagt Reikersdorfer.
Während vom ersten Halbjahr 2019 auf 2020 der Verkaufswert bei sinkenden Mengen (-285) um 40 Millionen Euro gestiegen ist, betrug den Re/Max-Experten zufolge der Wertzuwachs von 2020 auf 2021 bei ähnlich sinkenden Mengen (-254) um 246 Millionen Euro mehr, im Fünfjahresvergleich um 44,8 %. Fünf Bundesländer verzeichnen zweistellige Wachstumsraten, bundesweit sind es +15,8 %, nur die Steiermark liegt hinter dem Vorjahr.

Von 2009 auf 2010 und von 2019 auf 2020 stiegen die Einfamilienhauspreise im ersten Halbjahr um mehr als 8 %. Von 2016 auf 2017 waren es mehr als 9 %. In den anderen Jahren lag der Wertgewinn zwischen 2 % und 6 %. Von 2020 auf 2021 jedoch erhöhten sich die Preise um +13,5 % auf typischerweise 307.085 Euro. „Typischerweise“ bedeutet beim Re/Max-ImmoSpiegel, dass in einem komplexen statistischen Verfahren die billigsten und die teuersten Einfamilienhäuser weniger stark in die Berechnung einbezogen wurden, die in der Mitte der Preisrange jedoch stärker. Im Fünfjahresvergleich ergibt das einen nominalen Zuwachs von 50,4 %, und somit eine durchschnittliche jährliche Preisveränderung von 7,05 %.

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