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Das digitale Schwarze Brett ist zu einem Kommunikationskanal geworden in einem System, das insgesamt größer geworden ist.

Das vernetzte Schwarze Brett

06.06.2019

Der Experte empfiehlt aber eine Kombination von analog und digital.

Gerald Waupotitsch gestaltet Schwarze Bretter für Wohn- und Gewerbeimmobilien – analog und digital. Und gemeinsam mit der Firma Steinringer WEB and IT Solutions entwickelt er zu jedem Schwarzen Brett auch eine Online-Variante für Smartphone und Co. dazu. Was aber nicht heißt, dass die Online-Variante das Schwarze Brett im Objekt ablösen soll. Waupotitsch: „Das analoge Schwarze Brett kommt nach wie vor gut an, wenn es schön gestaltet ist, ist es ein Blickfang im Stiegenhaus und bringt Informationen auch sehr gut rüber.“ Außerdem sei ein Schwarzes Brett im Stiegenhaus nach wie vor gesetzlich (Aushangpflicht) notwendig.

Ein digitales Schwarzes Brett als Infoscreen im Stiegenhaus sei zwar ein „Nice to have“, das zum Beispiel in modernen Foyers auch sehr gut wirke, aber speziell im Wohnbau habe es „natürlich den Nachteil, dass es im Verhältnis zum analogen Schwarzen Brett teuer ist und monatliche Kosten verursacht.“ Und beide, das analoge wie das digitale Schwarze Brett, hätten in modernen Häusern den Nachteil, dass man viele Möglichkeiten habe, das Haus zu betreten, und daher nicht unbedingt am Schwarzen Brett vorbeikommen müsse. „Und darin“, so Waupotitsch, „liegt natürlich der Vorteil der Online-Variante, denn dadurch kann der Kunde überall das Schwarze Brett einsehen und auch unterwegs über Aktuelles informiert werden.“ Daher empfehle er eine Kombination aus analogem und Online Schwarzen Brett.

Analog Informationen

Ohne analoge Aushänge werde es bis auf weiteres nicht gehen, weil immer auch Informationen ausgehängt werden müssten, die digital schwer abzubilden seien und von vielen unterschiedlichen Personen erstellt würden. Wichtig für die Online-Variante sei: „Es sollte auch optisch dem Schwarzen Brett im Stiegenhaus ähneln und einfach zu bedienen und zu aktualisieren sein. Daher übernehmen wir auch das Service auf Wunsch für Hausverwaltungen.“

Die Steinringer WEB and IT solutions GmbH beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit dem Thema digitales Schwarzes Brett – „Infoboard, wie wir es nennen“, so die Geschäftsführer Clemens und Thomas Steinringer. Und die Technik hat sich seitdem rasant weiterentwickelt, mobile Endgeräte sind für die Kommunikation zwischen Hausverwaltung und Bewohnern zu einem Instrument geworden, das es nicht nur ermöglicht, einen Aushang für das Schwarze Brett zu digitalisieren, sondern auch Kommunikationsprozesse bidirektional, zeitversetzt und in die Geschäftsprozesse der Wohnbauunternehmen eingebettet durchzuführen. „Die Hausverwaltung kann über das digitale Schwarze Brett weiter gewisse Services bereitstellen – etwa einen Terminkalender, wo darüber informiert wird, wann der Lift vorübergehend nicht funktioniert –, aber es ist zu einem Kommunikationskanal geworden in einem System, das insgesamt größer geworden ist“, erklärt Clemens Steinringer. Gerade das Thema Mieter-App sei momentan in aller Munde, und hier gebe es auch bereits einige Produkte am Markt. „Daher“, so Steinringer, „sehen wir das digitale Schwarze Brett als ein Vor-Ort-Display, das bestimmte Informationszwecke erfüllt, aber wahrscheinlich nur in Kombination mit einer gesamten Kommunikations- und Informationslösung Sinn macht. Und wir stellen diese Lösungen bereit – nämlich eine Informations- und Kommunikationsplattform, die mit den anderen bei den Wohnbauunternehmen im Einsatz befindlichen Informationssystemen verknüpft ist.“

So kann auf dem Infoboard zum Beispiel angezeigt werden, welche Wohnungen im Umkreis gerade frei sind. Diese Informationen können selbstständig dynamisch aus den Datenbanken generiert werden. „Und weil das System weiß, welche freistehende Wohnung wo ist und welches Infoboard wo steht, kann diese Anzeige vollautomatisiert erfolgen“, erklärt Steinringer. Das bringe dann einen wirklichen Mehrwert, da zeige sich der Nutzen der Vernetzung dieser Systeme.

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