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DACH-Region bleibt für Investoren äußerts interessant

09.09.2021

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind und bleiben auch nach der Pandemie attraktive Immobilienmärkte, analysiert CBRE in einer aktuellen Studie.

Nach vielen Monaten im Remote Work-Modus gibt es zahlreiche Diskussionen über Büroflächen, deren Notwendigkeit, aber auch deren Zweck. Tatsache ist, dass die Leerstandsraten bei Büros in der DACH-Region – vor allem in den zentralen Lagen – sehr gering sind. Vor allem die öffentliche Hand, aber auch Banken und Finanzdienstleister, Industrie und Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Medien und Technologie sind auf der Suche nach neuen, großen Büroflächen.

„Am deutschen Markt beobachten wir drei strategische Ansätze am Büromarkt: 1. Wait & See – d.h. Unternehmen, die beobachten, aber noch nicht entschieden haben, wie sie mit ihren Flächen umgehen; 2. Taktiker – hier passieren kleine taktische Anpassungen, aber ohne strategischen Background; 3. Visionäre – diese Unternehmen haben eine klare Vision, wollen Veränderungen und leiten jetzt alles dafür ein und optimieren ihre Flächen der Strategie des Büros der Zukunft folgend“, so Alexander von Erdély, Managing Director CBRE Deutschland.

Während die Nachfrage nach modernen Flächen in Wien hoch ist, ist der Büromarkt nach wie vor von einer geringen Neuflächenproduktion und einem niedrigen Leerstand geprägt.

Logistik boomt

Keine Assetklasse boomt zurzeit so wie Logistik und Industrie. „Einerseits ist diese Situation durch den Konjunkturaufschwung in der Industrie getrieben, andererseits natürlich durch den stark wachsenden Online-Handel, der durch die Pandemie noch weiter zugenommen hat“, so Alexander von Erdély, der auf einen Nachfrageüberhang seitens der Investoren in Deutschland verweist. Dem schließt sich Andreas Ridder, Managing Director CBRE Österreich & CEE aus Österreich, an und betont, dass „Logistik die einzige Assetklasse ist, in der 2020 das Transaktionsvolumen des Vorjahres übertroffen wurde“. In allen drei deutschsprachigen Ländern ist die Nachfrage nach Logistikflächen hoch, der Leerstand niedrig, die Renditen fallend.

Einzelhandel im Wandel

Mit den großen gesellschaftlichen Veränderungen ändert sich auch das Einkaufsverhalten – was wiederum direkte Auswirkungen auf die Retail-Märkte hat. Auch wenn die E-Commerce-Durchdringung in den deutschsprachigen Ländern noch geringer ist als in anderen globalen Märkten – allen voran Südkorea, China und Großbritannien – so war und ist der stationäre Nicht-Lebensmittelhandel auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den letzten Monaten mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Während die Mieten in den Top-Einkaufslagen in Deutschland (-19 Prozent) und Österreich (-7 Prozent) nachgaben, sind diese in der Schweiz auf Vorkrisen-Niveau geblieben.

Gemischt-genutzte Quartiere gewinnen an Bedeutung

Gemischt-genutzte Quartiere werden mehr und mehr Teil des urbanen Lebens und erobern die Städte. Entsprechend steigt das Interesse bei den Investoren. Während in Deutschland gemischt-genutzte Quartiere bereits als eigene Assetklasse gelten, ist die Entwicklung in Österreich und der Schweiz noch nicht so weit vorangeschritten. „Gemischt-genutzte Quartiere bieten Chancen für die Umnutzung von innerstädtischen Immobilien wie Einkaufszentren oder Hotels und für die Weiterentwicklung und Belebung von großen Städten und deren zentraler Orte. In Österreich werden innerstädtische Quartiere von Investoren noch nicht als eigenständige Assetklasse eingestuft. Allerdings gibt es einige Entwicklungen in Richtung neuer Stadtviertel und -Quartiere.

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