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Bekenntnis der Politik zum Eigentum

11.09.2018

Die Salzburger Wohnbauförderung erhält eine Novelle. Die maximale Förderhöhe soll künftig 26.000 Euro betragen.

Gerald Hubner, Fachgruppenobmann der Salzburger Immobilien- und Vermögenstreuhänder

Im August schickte die Salzburger Landesregierung die neue Wohnbauförderung in Begutachtung. In Kraft treten soll der Gesetzestext am 1. Jänner 2019. Dank der vorliegenden Novelle sollen deutlich mehr Förderfälle abgewickelt werden können. Dies soll positive Effekte für die Schaffung von Eigentum und für die Salzburger Bauwirtschaft bringen.

Darüber hinaus soll die Wohnbauförderung für die Werbenden besser kalkulierbar werden. Wie soll das vonstattengehen? Prinzipiell gliedert sie sich in eine Grundförderung und Zuschläge. Die Grundförderung wird auf Basis der Familiengröße ermittelt und reicht von 8.000 Euro für eine Einzelperson bis zu 14.000 Euro für Familien und Alleinerziehende mit Kindern. Die Berechnung und Vergabe der Zuschläge wird erheblich vereinfacht, wobei drei Kriterien zur Anwendung kommen: nachwachsende Bau- und Dämmstoffe, Energieeffizienz und Barrierefreiheit, die insgesamt mit 12.000 Euro dotiert werden. Somit beträgt der maximale Förderbetrag 26.000 Euro. Der Maxime des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden wird in einer Kürzungsregelung beim errechneten Zuschuss Rechnung getragen. Dieser wird ab einer Grundstücksgröße von 550 Quadratmetern schrittweise angewendet.

Nur Kitzbühel und Innsbruck teurer
„Die neue Wohnbauförderung ist ein Bekenntnis der Politik zum Eigentum und somit zu begrüßen“, betont Gerald Hubner, Fachgruppenobmann der Salzburger Immobilien- und Vermögens­treuhänder. Ein Bekenntnis, das notwendig ist. Gilt doch die Landeshauptstadt des Bundeslandes laut einer aktuellen Analyse nach Kitzbühel und Innsbruck punkto Wohneigentum als drittteuerste Stadt Österreichs. Ein Quadratmeter schlägt in Salzburg mit 4.740 Euro zu Buche. Hubner sieht hier das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Schließlich fungieren die hohen Grundstückspreise – Bauland ist in Salzburg ob seiner Beckenlage nicht vermehrbar – sowie die steigenden Bau-/Herstellungskosten als Treiber. Der Fachgruppenobmann erläutert: „Bauträger, die sich schon vor Jahren Grundstücke sicherten, sind heutzutage klar im Vorteil.“ Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die neue Wohnbauförderung auf den Wohnimmobilienmarkt von Stadt und Land Salzburg haben wird.

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